Schulfach Schwul

von Josefine Barthel

In Berlin sollen Grundschüler lernen, dass die traditionelle Familie überholt ist und man sein Geschlecht nach Belieben selbst bestimmen kann. In Rollenspielen wird Homosexualität geübt.

Ein Koffer wird gepackt. Allerdings nicht für die Schulferien, um in eine sonnendurchflutete, heile Welt zu fahren. Dieser Koffer wird am Ende dieser Ferien gepackt und ist zum Schuljahresbeginn für die Berliner Grundschulen gedacht. Er führt die Kinder nicht auf blühende Wiesen und zum Wolkenkuckucksschlösser angucken, während man im Gras liegt und die Vögel zwitschern. Der Koffer führt in die Abgründe der Sexualität der Erwachsenen, mit denen diese schon nicht wirklich zurechtkommen, in denen sie sich selbst nicht wirklich gerne sehen und gesehen werden wollen.
Der «Medienkoffer», von der sogenannten Bildungsinitiative Queer im Auftrag der rot-roten Senatsverwaltung erstellt, enthält 25 Bücher und ein Memory-Spiel. Er soll ein «vielseitigeres Bild von Familie» vermitteln. Dazu muss erst einmal die «antiquierte Vorstellung» der traditionellen Familie demontiert und lächerlich gemacht werden. Das liest sich in einem der Bücher im Koffer etwa so: «Vor langer, langer Zeit sahen die meisten Familien in Büchern so aus: ein Papa, eine Mama, ein kleiner Junge, ein kleines Mädchen.» Aha. Das war also vor langer, langer Zeit und ist nicht mehr so? Oder ist der Wunsch der Vater des Gedankens – dass die Familie nicht mehr so aussehen soll?
Ein Bilderbuch aus dem Koffer kommt ganz besonders putzig daher. In der Diktion der Brüder Grimm wird die Geschichte des Kronprinzen erzählt, der heiraten soll. Eine Prinzessin wird für diese Bestimmung gesucht. Aber keine gefällt dem Kronprinzen. Die verschiedensten Bewerberinnen stellen sich vor – ohne Erfolg. Nicht die aus Texas, nicht die aus Grönland, nicht die aus Indien. Dann wird Prinzessin Liebegunde vorstellig. Auch nix. Schliesslich verliebt sich der heiratswillige Thronfolger in deren Bruder, den Prinzen Herrlich. Eine prächtige Hochzeit wird ausgerichtet. Gemeinsam regieren König und König das Land. Die Botschaft: Hetero ist out, aber dass man im Hochadel unter sich bleibt – das ist weiter in. Dagegen ist «Aschenputtel» fortschrittlich.
In einem anderen Buch wird den Erstklässlern erklärt, wie das mit der Fortpflanzung bei gleichgeschlechtlichen Paaren funktioniert: «Weil aber zwei Frauen keine Kinder bekommen können, haben sie Stefan gefragt. Stefan ist schwul.» Dann kommt natürlich die künstliche Befruchtung, und auch die müssen die Kinder kennenlernen: «Der Arzt tat dessen Samen in Mamas Bauch.» Besonders lobend wird in der Presse immer die kindgerechte Sprache erwähnt. Wunderbar. Über den kindgerechten Inhalt darf nicht diskutiert werden. Völlig wurscht, ob die Kinder mit so etwas vielleicht überfordert sind oder das gar nicht wissen wollen … Die Kinder sollen mit Absicht ins Grübeln darüber gebracht werden, «wie es ist, wenn man nicht genau weiss, ob man männlich oder weiblich ist. Als Jugendliche können sie sich dann bewusst für eine sexuelle Identität entscheiden, so wie für eine Religion» – gab die Koffer-Initiatorin Conny Kempe-Schälicke von der Senatsverwaltung für Wissenschaft, Bildung und Forschung zum besten.
Die Trans- und Homosexualisierung der Berliner Grundschüler ist ein neues Projekt. Bereits seit dem Jahr 2006 sind aber Handreichungen zum Thema «Lesbische und schwule Lebensweisen» in Kraft, die ab der 5. Klasse gelten – und das fächerübergreifend in Biologie, Ethik, Geschichte/Sozialkunde, Deutsch, Englisch und sogar Latein. Infomaterial wird gestellt, Hilfe bei der Vernetzung mit der örtlichen Homoszene angeboten. «VertreterInnen» von Lesben- und Schwulenprojekten sollen eingeladen, Filmveranstaltungen und Projektwochen an den Schulen veranstaltet werden. Im Unterricht sollen die Kinder einen Orgasmus oder Selbstbefriedigung pantomimisch darstellen, natürlich vor der ganzen Klasse. Schüler der Sekundarstufe II sollen die Begriffe «Sado-Maso» und «Darkroom» schauspielern. In Sketchen geht es um ein «Coming Out» – beim Abendessen muss der Jugendliche der ganzen Familie seine Homosexualität gestehen.
Auch für die Kindergartenkinder ist ein Medienkoffer bereits in Planung. Berlin ist Vorreiter, in Nordrhein-Westfalen will man nachziehen. Die Kampagne hat sich den hübschen Slogan «Schule der Vielfalt» auf die Fahne geschrieben und will die traditionelle Familienstruktur ebenso in Frage stellen wie die Mann-Frau-Sexualität als gesellschaftliche Norm. Gender Mainstream ist das schwer übersetzbare Zauberwort für diese Umorientierung. Es bedeutet, dass das natürliche Geschlecht (engl. sex) nichts mit dem «sozialen Geschlecht» (engl. gender) zu tun habe – und letztes könne man nach Belieben wechseln. Die zentrale Koordinierungs- und Leitstelle der Interministeriellen Arbeitsgruppe Gender Mainstreaming sitzt im Bundesfami­lienministerium, hier arbeiten die Strategen dieser Ideologie. Das wissenschaftliche Aushängeschild ist das vom Familienministerium finanzierte Genderkompetenzzentrum an der Humboldt-Universität zu Berlin.
In fruchtbarer Zusammenarbeit entstehen so Broschüren und allerlei Aufklärungsmaterialien. Einer der bildungspolitischen Meisterwerke ist das Liederheft «Nase, Bauch und Po» für den Kindergarten. Eine Kostprobe gefällig? «[…] wir haben eine Scheide, denn wir sind ja Mädchen. Sie ist hier unterm Bauch, zwischen meinen Beinen. Sie ist nicht nur zum Pullern da, und wenn ich sie berühr’, ja ja, dann kribbelt sie ganz fein. ‹Nein› kannst du sagen, ‹Ja› kannst du sagen, ‹Halt› kannst du sagen, oder ‹Noch mal genauso›, ›Das mag ich nicht›, ‹Das gefällt mir gut›, ‹Oho, mach weiter so.›»
Ein Ratgeber für Eltern zur kindlichen ­Sexualerziehung vom l. bis zum 3. Lebensjahr leitete die Eltern dazu an, ihr Kind beim Saubermachen zwischen den Beinchen zu kitzeln, zu streicheln und zu liebkosen und beklagt auf Seite 27: «Scheide und vor allem Klitoris erfahren kaum Beachtung durch Benennung und zärtliche Berührung (weder seitens des Vaters noch der Mutter) und erschweren es damit für das Mädchen, Stolz auf seine Geschlechtlichkeit zu entwickeln.» Ganz besonders begrüssenswert wäre es, wenn auch Väter, Onkel, Grossmütter oder Kinderfrauen diese Broschüre lesen und sich angesprochen fühlen würden, heisst es auf Seite 13. Nun, wenn der liebe Onkel das macht, und das solchermassen «beglückte» Kind diese Zuwendung des Onkels vielleicht im Kindergarten erzählt, hat der liebe Onkel ganz flott ein massives Problem. […]
Rückendeckung zur Durchsetzung des neuen Menschen gibt es aus der Europäi­schen Union, wie könnte es auch anders sein. Das Europa-Parlament hat sich mit einem Beschluss mit der Nummer B6-0025/2006 vom 18. Januar 2006 zum Ziel gesetzt, die «Homophobie», also die Ablehnung gleichgeschlechtlicher Beziehungen, «auszumerzen». Schon die Bezeichnung «Homophobie» impliziert eine krankhafte, therapiebedürftige geistige Störung, und «ausmerzen» lässt erahnen, dass die Kampagne jeden Widerstand notfalls mit Repression und Gewalt brechen wird.
Die Nazis und Kommunisten des 20. Jahrhunderts haben ihre faschistoiden Ideologien noch offen brutal umgesetzt. Alle diese «Du-bist-nichts-das-XYZ-ist-alles-Ideologien» wollen immer den neuen Menschen erschaffen, was immer die Ausmerzung derer erfordert, die nicht dazugehören. Irgendwann aber lassen sich die Menschen nicht mehr einschüchtern. Wenn der Leidensdruck zu gross wird, wenn sie nichts mehr zu verlieren haben, stehen sie auf und fürchten selbst den Tod nicht mehr.
Man hat dazugelernt. Die Umerziehung zum neuen Menschen kommt auf leisen Sohlen und wird mit Anreizen schmackhaft gemacht. Warum die Bedürfnisse der Menschen unterdrücken und sie darben lassen? Das führt nur zu Aufständen. Im Gegenteil. Befriedige jedes Bedürfnis, beschäftige die Menschen mit ihren Trieben und ihrer Gier, mach sie so verrückt, dass sie nicht mehr wissen, ob sie Männlein oder Weiblein sind. Lass sie nicht zum Nachdenken kommen, gib ihnen buntes, blinkendes Spielzeug und genug zu futtern. Besetze ihre Gehirne mit Propaganda und dummem Entertainment. Sie werden dankbare Sklaven sein.    •

Quelle: Compact-Magazin 9/2011,
www.compact-magazin.com

Petition gegen die Sexualisierung der Volksschule

Verwerfliches Polit-Versteckspiel

Die Unterrichtsprogramme und Lehrmittel zum Sexualkunde-Unterricht an der Volksschule werden im «Kompetenzzentrum für Sexualpädagogik und Schule» an der Pädagogischen Hochschule Zentralschweiz (PHZ) in Luzern erarbeitet. Sie sollen mit dem Lehrplan 21 in der ganzen Schweiz obligatorisch erklärt werden.
Den Auftrag zur Schaffung dieses «Kompetenzzentrums» hat sich die PHZ auf höchst seltsame, ganz und gar undemokratische Weise quasi selbst gegeben: Funktionäre der im «Haus der Kantone» in Bern ansässigen Erziehungsdirektorenkonferenz (EDK) haben Sexualaufklärung ohne Wissen der kantonalen Bildungsdirektoren zur «Querschnittsaufgabe» erklärt. Ohne Auftrag der kantonalen Bildungsdirektoren haben sie eigenmächtig die Funktionäre des «Bundesamtes für Gesundheit» (BAG, dem Departement Burkhalter unterstellt) dafür gewonnen, die Finanzen für das «Kompetenzzentrum» aus der Bundeskasse (bisher 1,343 Millionen Franken) bereitzustellen. Damit nahm das «Kompetenzzentrum» seine Arbeit auf – ohne dass ein Kanton dafür Mittel gesprochen oder einen Auftrag erteilt hätte.
Das Manöver ist raffiniert eingeleitet. Das BAG bezahlt im Rahmen der «AIDS-Aufklärung». Auf dieser Grundlage erklären die Funktionäre beider Ämter (erneut völlig eigenmächtig) ihren Sexualkunde-Unterricht als obligatorisch – jegliche Eltern-Mitsprache verbietend. Unterstützt werden sie dabei von der Eidgenössischen Kommission für Kinder- und Jugendfragen (EKKJ) und von diversen NGOs für «Sexualberatung» und «Erziehung», die allesamt in Netzwerken wie «Bildung und Gesundheit, Netzwerk Schweiz» und «Schweizerische Koordinationskonferenz Bildung für eine Nachhaltige Entwicklung» (SKBNE) eng zusammenarbeiten.

Quelle: http://www.volksschul-sexualisierung-nein.ch/das-ist-geplant/polit-versteckspiel/index.html      

Text der Petition

Fünf Forderungen an die Bildungs­direktoren sämtlicher Kantone sowie an die Schweizerische Erziehungsdirektorenkonferenz

Die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner dieser Petition fordern:

1.    Bildungsdirektoren haben wieder die volle Verantwortung für Entwicklung und Gestaltung des Sexualkunde-Unterrichts an der Volksschule zu übernehmen
Sämtliche Entscheidungen zur Einrichtung und Ausgestaltung von altersgerechtem Sexualkunde-Unterricht an der Volksschule sind vollumfänglich der Verantwortung der vom Volk gewählten kantonalen Bildungsdirektoren zu unterstellen.
Sind Gelder für den Sexualkunde-Unterricht oder für Einrichtungen zum Sexualkunde-Unterricht (z.B. «Kompetenzzentren») zu bewilligen, so sind dafür ausschliesslich die kantonalen Parlamente zuständig.

2.    Kein Obligatorium für Sexualkunde-Unterricht
Da die sexuelle Aufklärung der eigenen Kinder grundsätzlich Aufgabe der Eltern ist, darf Sexualkunde-Unterricht an der Volksschule nicht obligatorisch erklärt werden. Eltern müssen das Recht haben, ihre Kinder jederzeit und ohne nähere Begründung vom klar eingegrenzten Sexualkunde-Unterricht dispensieren zu lassen.

3.    Keine Anregungen für Sexspiele und Sexualpraktiken im Sexualkunde-Unterricht
Lehrmittel und Unterrichtsprogramme für die Sexualkunde an der Volksschule dürfen keinerlei Anregungen für Sexspiele sowie Anleitungen zum Ausprobieren besonderer Sexualpraktiken enthalten.

4.    Keine Pornographie im Sexualkunde-Unterricht
Die Unterrichtsmaterialien für die Sexualkunde an der Volksschule dürfen keine pornographischen Abbildungen und keine detaillierten «Beschreibungen» sexueller Vorgänge enthalten. Es ist unbedingt zu vermeiden, dass Pädophile durch solche Darstellungen in Versuchung geführt werden, den Lehrerberuf zu ergreifen.

5.    Keine Beeinflussung der sexuellen Orientierung im Sexualkunde-Unterricht
Im Rahmen des Sexualkunde-Unterrichts an der Volksschule darf keinerlei Beeinflussung auf Kinder und Jugendliche bezüglich sexueller Orientierung ausgeübt werden.

 

Die Petition kann bestellt werden

«Petition gegen die Sexualisierung  der Volksschule»
Postfach 23
8416 Flaach
Bestell-Telefon: 052 301 31 00
Bestell-Fax: 052 301 31 03
E-Mail: bildungskompass(at)schweizerzeit.ch

Komitee «Gegen die Sexualisierung der Volksschule»

Das Petitions-Komitee «gegen die ­Sexualisierung der Volksschule» setzt sich aus folgenden Personen zusammen:

Augstburger Elisabeth, Landrätin EVP, Liestal BL;
Bayard Monika, IG Sorgfalt, Steg VS;
Biedermann Theo, lic. rer. pol., Bildungsrat, Zug;
Binder-Peier Markus;
Blunier Joel, Generalsekretär EVP Schweiz, Buchs AG;
Brönnimann Andreas, Nationalrat EDU, Unternehmer, Belp BE;
Filipponi Anny, IG Sorgfalt, Steg VS;
Flückiger Sylvia, Nationalrätin SVP, Schöftland AG;
Geissbühler Sabina, Grossrätin SVP, Herrenschwand BE;
Graber Franziskus, Sekundarlehrer, Sulgen TG;
Handel Michael, Organisation Kinder ohne Rechte, Islikon TG;
Kaufmann-Eggler Käthi, Präsidentin Arbeitsgruppe Jugend und Familie, Bern;
Keel-Altenhofer Christoph, Sekretär Human Life International Schweiz, Malters LU;
Kreuzer Michael, Präsident JSVP, Oberwallis;
Leisi Lisa, Pflegefachfrau und Mutter, Dietfurt SG;
Liebrand Anian, Präsident JSVP Luzern, Beromünster LU;
Messmer Werner, Nationalrat FDP, Unternehmer, Kradolf TG;
Moser Hans, Präsident EDU Schweiz, Buchs SG;
Regli Daniel, Präsident Familienlobby, Gemeinderat SVP, Zürich;
Ryser-Düblin Peter, Dr. med., Präsident Human Life International Schweiz, Seftigen BE;
Schaad Bruno, Lehrer, Grenchen SO;
Schlüer Ulrich, Nationalrat SVP, Verleger, Flaach ZH;
Schönfeld Marek, Rechtsberater, Unternehmer, Präsident Kinderschutzbund, Winterthur ZH;
Segmüller Pius, Nationalrat CVP, Luzern;
Stückelberger Hansjürg, Pfarrer, Präsident Zukunft CH, Binz ZH;
Thöny Jann-Andrea, Sekundarlehrer, Schiers GR;
Villiger Willi, Lehrer, Eggenwil AG;
Vögeli Ursula, Sachbearbeiterin, Mutter, Frauenkappelen BE;
Walker Ulrike, Organisation Weiterdenken, Basel

Quelle: www.volksschul-sexualisierung-nein.ch/komitee/index.html